Der Kontrabass ist das wichtigste Instrument in einem Orchester! Wer es nicht glaubt, muss die Komödie „Kontrabass“ von Patrick Süskind des Theaters Bühnefrei im Theater 99 sehen.
In fast zwei Stunden zeigt André Schülke im Solostück rund um den Kontrabass alle Facetten der Hassliebe auf. Und er kann viel über die musikalische, philosophische, historische, gesellschaftliche und persönliche Tragweite des Instruments berichten. Und natürlich über Sarah, die Sopranistin, die unwissende Liebe des Musikers, der einsam im Unterhemd in seinem schallgeschützten Apartment steht, sitzt und hockt. Wobei er aufzeigt, wie tief und hoch Kenner das Instrument spielen können, wenn nicht immer das störende Schnarren wäre. Es ist dem Kontrabass einfach kein reiner Ton zu entlocken.
Die Arbeit als Beamter am Kontrabass am dritten Pult der Staatsoper ist hart, der Kontrabass ist groß und schwer und nur mit viel Kraftaufwand zu spielen, was eine immerwährende Flüssigkeitsaufnahme – in Bierform – verlangt Natürlich kennt er alle Bassstücke von Schubert, Beethoven, Brahms und vielen weiteren Klassikern – doch so viele sind es dann doch nicht. Denn ein Solostück mit Kontrabass und Sopran ist kaum zu finden. Wie sehr wünschte er sich, dies mit Sarah aufzuführen. Doch die weiß ja noch nichts von seiner Liebe zu ihr.
Andrè Schülke brilliert zu seinem 40 Jahren Bühnen Jubiläum unter der Regie von Riina Cremonsesi im Stück, denn die Rolle scheint ihm auf den Leib geschrieben zu sein. Wenn er zum Schluss im Frack zum Konzert aufbricht, wünscht man sich, ihm anzuschließen, um den Kontrabass im Orchester auszumachen und Sarah kennenzulernen.
Weitere Aufführungen im April.
Samstag, 14. März 2026 um 20.00 Uhr
Sonntag, 15. März 2026 um 18.00 Uhr
Freitag, 17. April 2026 um 20.00 Uhr
Samstag, 18. April 2026 um 20.00 Uhr
Sonntag, 19. April 2026 um 18.00 Uhr
Freitag, 24. April 2026 um 20.00 Uhr
Samstag, 25. April 2026 um 20.00 Uhr
Sonntag, 26. April 2026 um 18.00 Uhr
Kartenvorverkauf per E-Mail über: tbf@aachen-web.de oder über Ticket-Regional
